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Energierecht Schweiz - Update 2018; Baden
28.02.2018 Intensivkurs Energierecht Schweiz – Update 2018; Baden
28.02.2018

21.09.2015

Keine Insel im Strom

Der Schweizer Strommarkt ist eng mit dem europäischen vernetzt. Eine sinnvolle Energiepolitik kann daher nicht unabhängig vom internationalen Kontext definiert werden. Vielmehr sollte sie eine kluge Antwort auf marktliche und regulatorische Entwicklungen im Ausland darstellen.

2014 betrug der schweizerische Stromverbrauch rund 62 Terawattstunden (TWh). Die Produktion der einheimischen Kraftwerke belief sich dagegen auf 67 TWh, so dass ein Nettoexport von gegen sechs TWh resultierte. Für manche Energiepolitiker sind diese Zahlen Grund zur Freude, da sie ein hohes Mass an Energieunabhängigkeit suggerieren. Bei genauerer Betrachtung relativiert sich das Bild allerdings. Schliesslich ist die Schweiz nicht nur Exporteur, sondern auch Import- und Transitland. 2014 beliefen sich die Stromexporte auf 43 TWh, die Importe auf 37 TWh. Die Schweiz exportiert vor allem im Sommer, während im Winter Importe die geringere Produktion der Wasserkraftwerke kompensieren.

Die hohe Relevanz des Handels hat Konsequenzen für das schweizerische Preisniveau im Stromgrosshandel. Dieser wird im Wesentlichen durch die grösseren benachbarten Märkte bestimmt. Je nach Jahreszeit und Importbedarf pendelt der Preis zwischen dem höheren italienischen und dem tieferen deutschen Niveau. Vor allem während der Wintermonate, wenn die Schweiz Strom importiert, steigt das schweizerische auf das italienische Preisniveau.
Quelle: www.avenir-suisse.ch


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