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Energierecht Schweiz - Update 2018; Baden
28.02.2018 Intensivkurs Energierecht Schweiz – Update 2018; Baden
28.02.2018

30.11.2016 von: energie-cluster.ch

Interview mit Prof. Dr. Volker Quaschning

Der Professor für Regenerative Energiesysteme an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) in Berlin wird am Donnerstag, 8. Dezember 2016, am 22. Herbstseminar im Rahmen der Bau + Energie Messe, BernExpo, referieren. Er wird eine forcierte Förderung erneuerbarer Energiequellen präsentieren und den zentralen Beitrag zur Reduktion der Treibhausgase darlegen.

Fossile Energieträger sind derzeit sehr billig, die Strombranche befindet sich in Aufruhr – wie beurteilen Sie die aktuelle Situation auf dem Energiemarkt? Welche Prognosen machen Sie für die mittlere und längere Zukunft?

Solarenergie ist inzwischen noch billiger. Erste Anlagen liefern bald in sonnigen Ländern Solarstrom für weniger als 3 Cent pro Kilowattstunde. Auch in Mitteleuropa produzieren neue Solar- und Windkraftanlagen ihren Strom preiswerter als neue fossile Kraftwerke oder Atomkraftwerke. Nur konventionelle Altanlagen sind momentan noch konkurrenzfähig. In wenigen Jahren werden aber bereits die ersten Solar- und Windkraftanlagen abgeschrieben sein und können dann sämtliche konventionellen Kraftwerke unterbieten, da sie keine Brennstoffe einkaufen müssen. Das erklärt auch die derzeitigen Turbulenzen im Strommarkt. Die alten Energieversorger versuchen, den Ausbau erneuerbarer Energien zu bremsen, um so ihre Geschäftsmodelle zu retten.

Wie schätzen sie in diesem globalen Ringen um die richtige Energiestrategie die Position und die Rolle der Schweiz ein?
Die Schweiz hat traditionell schon immer einen hohen regenerativen Anteil durch die starke Nutzung der Wasserkraft. Die Kernenergie hat aber auch noch einen hohen Stellenwert. Zur Risikominimierung sollte ein deutlich schnellerer Atomausstieg in Betracht gezogen werden. Will die Schweiz aktiv das Pariser Klimaschutzabkommen unterstützen, sollte sie eine kohlendioxidneutrale Energieversorgung bis 2040 anstreben. Eine wirkliche Strategie existiert dafür, wie in vielen anderen Ländern, noch nicht.
Quelle und gesamtes Interview: energie-cluster.ch


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