Tritt bei der paketbasierten Datenübertragung in Netzwerken auf. Funktioniert das Übertragungsmedium nicht wie vorgesehen, ist es möglich, dass Datenpakete nicht am vorgegebenen Ziel ankommen.

Stecken, Verbinden

Partner-Betriebsvertrag (Partner-BV)

Point of Presence. Standort, an dem die FDA einen Eintrittspunkt
zu ihrem eigenen Netz hat.

bezeichnet eine externe Schnittstelle, an die man weitere Geräte mit einem Kabel anschliessen kann oder in die man Steckkarten einschieben kann.

Bezeichnet in Kommunikationsnetzen die Möglichkeit, im Fehlerfall automatisch auf redundant vorgehaltene Ressourcen umzuschalten.

Quality of Service (QoS) oder Dienstgüte beschreibt die Güte eines Kommunikationsdienstes aus der Sicht der Anwender, das heißt, wie stark die Güte des Dienstes mit deren Anforderungen übereinstimmt. Formal ist QoS eine Menge von Qualitätsanforderungen an das gemeinsame Verhalten beziehungsweise Zusammenspiel von mehreren Objekten.

Anforderungen:
Ein Anwender möchte zuverlässig mit dem gewünschten Ziel verbunden werden und nach Ende der Kommunikation zuverlässig getrennt werden.
Der Verbindungsaufbau soll rasch erfolgen.
Probleme beim Verbindungsaufbau (z. B. Ziel-Teilnehmer nicht erreichbar) sollen dem Anwender schnellstmöglich mitgeteilt werden.
Eine Kommunikationsverbindung soll stabil bestehen bleiben.
Die Kommunikationsteilnehmer wollen sich verstehen können.
Die Informationen sollen vollständig und ohne Fehler übertragen werden.
Es sollen keine Informationen anderer Kommunikationsteilnehmer und keine Störungen übertragen werden.
Die Kommunikation soll möglichst originalgetreu vor sich gehen.
Es sollen keine langen Wartezeiten während der Kommunikation bestehen.
Die Abrechnung der Kommunikation soll dem korrekten Zeit- und Datenumfang entsprechen.

Um solche allgemeinen Anwender-Anforderungen messen zu können, werden Qualitätsparameter definiert, die diese Anforderungen beschreiben sollen.
Qualität des Verbindungsaufbaus: Prozentsatz der nicht zustande gekommenen Verbindungen, Prozentsatz der Falschverbindungen, Prozentsatz der Doppelverbindungen, Prozentsatz von langsamen Verbindungsaufbauten.
Qualität einer bestehenden Verbindung: Prozentsatz vorzeitiger Verbindungsabbrüche, Prozentsatz nicht übertragener Informationen, Prozentsatz fehlerhaft übertragener Informationen, Verzögerungen der Informationsübertragung, Effektive Bandbreite der übertragenen Informationen, Schwankungen der Signalverzögerung, Anteil von Störungen an den übertragenen Signalen, Echoanteile.

Durch Messung dieser netznahen Parameter und deren Zuordnung zu Anwender-Anforderungen versucht man die Qualität des Services zahlenmäßig zu erfassen.

Unter einem Personal Area Network (Abkürzung: PAN, engl. für etwa persönliches Netzwerk) versteht man ein Netz, das von Kleingeräten wie PDAs oder Mobiltelefonen ad hoc auf- und abgebaut werden kann. PANs können daher mittels verschiedener drahtgebundener Übertragungstechniken wie USB oder FireWire (System für serielle Datenübertragung) oder auch mittels drahtloser Techniken, wie IrDA (Infrared Data Association), Bluetooth oder WLAN aufgebaut werden (WPAN). Die Reichweite beträgt gewöhnlich nur wenige Meter. PANs können genutzt werden, um mit den Geräten untereinander zu kommunizieren, sie können aber auch dazu dienen, mit einem größeren Netz zu kommunizieren (Uplink). Ein mittels Bluetooth erstelltes PAN nennt man Piconet.

Eine Telefonanlage, Nebenstellenanlage (kurz NstAnl) oder Teilnehmervermittlungsanlage (TVA) ist eine Vermittlungseinrichtung, die mehrere Endgeräte wie zum Beispiel Telefon, Fax, Anrufbeantworter sowohl untereinander als auch mit einer oder mehreren Leitungen des öffentlichen Telefonnetzes verbindet.

Das Peripheriegerät ist eine Komponente oder ein Gerät, das sich außerhalb der Zentraleinheit eines Computers befindet (kurz: Zubehör). Vereinfacht können folgende Peripheriegeräte unterschieden werden:
Interne Peripheriegeräte – im Computer verbaut
Externe Peripheriegeräte – durch ein Kabel (oder auch durch Infrarot- oder Funktechnik) verbunden

Peripheriegeräte dienen der Ein- und Ausgabe von Daten oder Befehlen in die Zentraleinheit. Sie erbringen eine „Dienstleistung“ für den Benutzer, diese kann entweder sichtbar (z. B. Papier-Ausdruck) oder unsichtbar (z. B. Signalwandlung interner Modems) erfolgen.

Die Portierung bzw. die Rufnummernmitnahme ist die Möglichkeit im Bereich der Telefonie, bei einem Anbieterwechsel die Rufnummer zu behalten. Technisch wird dabei die Rufnummer vom alten Anschluss abgekoppelt und auf den Anschluss des neuen Anbieters eingetragen. Dieser der Rufnummernmitnahme zugrunde liegende Vorgang heißt Portierung und kann mit Portiergebühren behaftet sein.

Die direkte Umwandlung von Lichtenergie, meist aus Sonnenlicht, in elektrische Energie mittels Solarzellen.

Die Pilot- und Demonstrationsprojekte und -anlagen sind ein wichtiges Element eines Programms, das Forschungsergebnisse in die Praxis umsetzt. Dies ist besonders relevant für die Erstanwendung neuer Systeme und Komponenten. Solche Projekte sind ein unabdingbares Bindeglied zwischen Labor und Markt und ermöglichen die Prüfung und Demonstration innovativer Energietechnologien in einem Massstab, der Aufschluss über Wirtschaftlichkeit, Anwendbarkeit, Effizienz und technische Machbarkeit gibt.

Der Endverbraucher wird zum Prosumer, falls er eine dezentrale Erzeugungsanlage besitzt, die am gleichen Netzanschlusspunkt angeschlossen ist und die Produktion zu gewissen Zeiten den Verbrauch überschreitet. Der Prosumer ist also gleichzeitig Einspeiser (kleine, dezentraler Anlagen) und Endverbraucher (Konsument). Er ist normalerweise in den Netzebenen 4 - 7 angeschlossen.

A communication pattern in which information sources “publish” (i.e., send) information to a somewhat intelligent middleware infrastructure, and information consumers “subscribe” by specifying what kind of information they want to receive from the infrastructure. The middleware must be able to physically transport messages from one or more publishers to one or more subscribers. It also must be smart enough to find the proper destinations by matching each message to subscription criteria. This model naturally supports one-to-many or many-to-many communication — in contrast to either message passing or message queuing, both of which mostly (but not entirely) aim at one-to-one communication.

Power adaptive algorithms select their method, changing the intensity of the computing resources (and thus energy use) to accomplish different objectives for power savings or service levels. This requires that the designer of the adaptive software think of multiple ways to accomplish the function, code each method and provide a mechanism to switch between them, based on a desired policy.

Ähnlich dem Minergie-P-Standard in der Schweiz ist «Passivhaus» ist ein Gebäudestandard, der in Deutschland entwickelt wurde. Passivhäuser erfüllen hohe energetische Anforderungen, beispielsweise liegt ihr Heizwärmebedarf unter 15 kWh/m2 (detaillierte Anforderungen: Passivhaus Institut, Darmstadt, www.passiv.de).

Die Primäranforderung von Minergie bezieht sich auf den Heizwärmebedarf eines Gebäudes. Sie muss neben der Anforderung an die gewichtete Energiekennzahl bei Neubauten eingehalten werden, damit eine suboptimale Gebäudehülle nicht mit einer sehr guten Haustechnik wettgemacht werden kann.

Multipliziert man die verbrauchte Endenergiemenge (z.B. 1 Mio. kWh in Form von Heizöl) mit dem Primärenergiefaktor für den entsprechenden Energieträger (z.B. 1,24 für Heizöl; gemäss SIA), weiss man, wie viel Primärenergie man verbraucht hat (1,24 Mio. kWh Rohöl).

A quench is an abnormal termination of magnet operation that occurs when part of the superconducting coil loses its superconductive state, and reenters the normal, resistive state. Resistance results in ohmic heating in a specific area; this heat then rapidly causes other areas of the magnet to quench. ITER will be equipped with quench detection systems, and rapid discharge units to dissipate the excess magnet energy during a quench.

Plasma power amplification; the ratio of fusion power input to the plasma divided by external power supplied to the plasma. In ITER, the programmatic goal - Q≥10 - signifies delivering ten times more power than that which is consumed by operation.

A device that shoots small frozen quantities of hydrogen isotopes at high speed into the inner regions of a hot plasma. This method has some penetration advantages over conventional gas injection.

The fourth state of matter. At extreme temperatures, electrons are separated from nuclei and a gas becomes a plasma - a hot, electrically charged gas. In a star as in a fusion device, plasmas provide the environment in which light elements can fuse and yield energy. Some 99% of the known universe is in the plasma state. Examples of plasmas include the sun, fluorescent light bulbs, and other gas-discharge tubes.

The electrical current going the long way around the torus.

A rapid deposition of plasma energy resulting from the loss of plasma confinement to part of the plasma-facing structure as a result of instabilities.

The orderly process of extinguishing the plasma at the end of a plasma burn pulse, involving reduction of the plasma thermal energy, and reduction of plasma current to zero.

Temperature expressed in Kelvin (thermodynamic temperature) or electron volts (kinetic temperature). A measure of the random kinetic energy (energy of motion) of the ions or electrons present.

Tokamak components which directly interact with the plasma, and are subject to high heat fluxes. In ITER, this includes the first wall and the divertor.

Movement in the vertical plane intersecting the plasma torus along projections in that plane of any of the tokamak's nested toroidal flux surfaces.

The magnetic field generated by an electric current flowing in a ring. In toroidal devices, the magnetic field that encircles the plasma axis. (i.e. loops around the torus the short way.)

Components of a tokamak that assist in stabilizing the plasma. In ITER, the poloidal field coil system consists of six horizontal coils placed outside the toroidal magnet structure.

Procurement Arrangements are a unique ITER invention. Each one of these documents governs the procurement of plant systems, components, or site construction and details all the necessary technical specifications and management requirements. The value of each Procurement Arrangement is expressed in ITER Units of Account (IUAs). About 140 individual Procurement Arrangements are currently planned to implement the work packages for building ITER.

Als Public Private Partnership (Abkürzung PPP), auch Öffentlich-Private Partnerschaft (ÖPP), wird die Mobilisierung privaten Kapitals und Fachwissens zur Erfüllung staatlicher Aufgaben bezeichnet. Im weiteren Sinn steht der Begriff auch für andere Arten des kooperativen Zusammenwirkens von Hoheitsträgern mit privaten Wirtschaftssubjekten. PPP geht in vielen Fällen mit einer Teil-Privatisierung von öffentlichen Aufgaben einher.

Oberbegriff für Lieferant oder Anbieter von Waren oder Dienstleistungen (von englisch: to provide - liefern, bereitstellen, besorgen). In der ICT Bezeichnung für Anbieter oder Vermittler von Dienstleistungen aus Informations- und Kommunikationstechnik. Zusätze geben oft Hinweise auf das betreffende Marktsegment und die betreffende Stufe der Wertschöpfungskette. Beispiele: Service Provider, Network Service Provider (NSP), Internet Service Provider (ISP), Internet Access Provider (IAP), Application Service Provider (ASP), Internet Content Provider (ICP).

PLM. Das Management des Produktlebenszyklus bezeichnet ein IT-System, das alle Daten, die bem Entstehen, Lagern und Vertreiben eines Produkts anfallen, speichert und verwaltet. Im Idealfall greifen alle Bereiche bzw. Systeme, die mit einem Produkt in Berührung kommen, auf eine gemeinsame Datenbasis zu - von der Planung, Konstruktion, Berechnung und Fertigung bis zum Controlling, Vertrieb und Service. Ein PLM-System ist aufgrund der Komplexität nicht als käufliches Produkt, sondern als eine Strategie zu verstehen, die nach geeigneten technischen und organisatorischen Massnahmen verlangt.

PoS wird im herkömmlichen Sprachgebrauch und im Marketing als Bezeichnung für den Verkaufsort verwendet. Zugleich ist es enger gefasst auch eine Bezeichnung für die Kasse am Verkaufsort bzw. die technischen Einrichtungen zum Verkauf (PoS-Terminal, Scannerkasse). Im speziellen Gebiet der Warenwirtschaft wird der Begriff Electronic Point of Sale (EPoS) verwendet, der für einen anwendungsorientierten kommunikationstechnischen Mehrwertdienst für das bargeldlose Bezahlen von Waren z.B. per EC- oder Kreditkarte steht.

Kunstwort, das sich aus "iPod" (MP3-Player von Apple) und "Broadcasting" (engl. für Rundfunk) ableitet. Es bezeichnet einen Audio-Beitrag, der über das Internet als Download zu beziehen ist und auf einem Computer, MP3-Player oder Handy abgehört werden kann. Eine klare Abgrenzung zu Video-Beiträgen gibt es nicht, doch bezeichnet man diese in der Regel als Webcast.

Zu deutsch sinngemäss "anschließen und loslegen". Allgemein die Befähigung informations- und kommunikationstechnischer Einrichtungen nach ihrem Anschließen oder Einstecken, im Netz automatisch erkannt zu werden, sich automatisch zu installieren und zu konfigurieren, sodass man diese Einrichtungen problemlos ohne spezielles Fachwissen sofort benutzen kann.

Ist der Datenaustausch von zwei Providern an einem gemeinsamen Netzübergang. Im Internet die durch das Vernetzen der IP-Backbones (Internet Protocol) der einzelnen Internet Service Provider erweiterte IP-Konnektivität mit dem Ziel, die Kommunikation zwischen allen Internet-Nutzern zu ermöglichen. Die rechtliche Voraussetzung dafür bilden Peering-Abkommen zwischen den kooperierenden ISPs.

Das Phase Alternating Line-Verfahren, kurz PAL, ist ein Verfahren zur Farbübertragung beim analogen Fernsehen. Es wurde mit dem Ziel entwickelt, das Problem der unästhetischen, störenden Farbton-Fehler im NTSC-Verfahren zu lösen.

Abgasnachbehandlung, entfernt primär die Rußpartikel aus dem Abgasstrang.

Das Senken und damit Glätten von Lastspitzen nennt man auch Peak Shaving. Es dient dazu, in Zeiten mit besonders hoher Stromnachfrage Versorgungsengpässe zu vermeiden sowie das Netz und den Kraftwerkspark zu entlasten und insgesamt effizienter auszunutzen. Peak Shaving kann auf zwei Wegen erreicht werden: Entweder wird die Last einzelner Verbraucher gesenkt und zeitlich verschoben (Lastmanagement oder Demand Side Management) oder die Verbraucher decken ihren Bedarf selber durch Einschalten oder Hochfahren von zusätzlichen Erzeugungs- oder Speicheranlagen.

Die Nennleistung von Photovoltaikanlagen wird in kWp (Kilowattpeak) angegeben. Dabei bezieht sich „peak“ (engl. Höchstwert, Spitze) auf die Leistung, die unter internationalen Standard-Testbedingungen erzielt wird. Dieses Vorgehen dient zur Normierung und zum Vergleich verschiedener Solarmodule. Als Faustregel gilt in unseren Breitengraden ein Stromertrag von 800 bis 1.000 kWh pro kWp installierter Leistung der Anlage und Jahr.

Vollautomatische Holz-Heizung in unterschiedlichen Leistungsklassen für kleine Wohnhäuser und große Gebäude, die speziell auf den Einsatz von Holzpellets ausgerichtet sind.

Beim Heizöl ist es der Öltank, beim Brennstoff Pellets werden die kleinen Presslinge in einem Pelletlager oder -bunker gelagert. Bei kleinen Pelletfeuerungen im Einfamilienhaus bemisst sich die Größe nach dem Jahresbedarf an Brennstoff. Eine Faustformel für die Größe besagt: pro Kilowatt Heizlast 0,9 Kubikmeter Lagerraum bereithalten. Neben Selbstbaulagern, den so genannten Lagerbunkern, die der Heizungsbesitzer selbst anfertigt oder durch einen Schreiner anfertigen lässt, bietet die Industrie fertige Pelletlager als Alternative zum selbst gebauten Pelletbunker an. Dies sind Silos aus Metall oder Kunststoff oder Gewebesilos, die im Keller aufgestellt werden. Erdtanks bieten sich als Alternativlösung für einen Bunker außerhalb des Gebäudes auf dem Grundstück an. Auch für größere und große Pelletfeuerungen (Anlagen ab 50 Kilowatt Leistung) werden diese Lagersysteme angeboten. Hinzu kommen noch Container, die als Pelletlager dienen und auch fertige Hochsilos mit mehreren hundert Kubikmeter Volumen, wie sie seit Jahrzehnten von landwirtschaftlichen Betrieben verwendet werden.

Pellets sind zu Stäbchen gepresstes Brennmaterial aus Holz. Pellets werden in speziellen Pelletheizungen verfeuert und zeichnen sich durch eine hohe Umweltfreundlichkeit aus. Im Gegensatz zu Öl- oder Gasheizungen emittieren sie kein CO2 aus fossilen Quellen.

Den angegebenen Nennwirkungsgrad, der unter Stan­dard-Testbedingungen ermittelt wird, erreichen So­larmodule in der Realität kaum. Denn hier reduzieren Widrigkeiten wie Staub, Vogeldreck, Reflexionen, Er­wärmung, Leitungs- und Wechselrichterverluste den realen Ertrag. Deshalb spricht man auch vom realen Wirkungsgrad. Das Verhältnis von realem Wirkungsgrad zum Nennwirkungsgrad nennt man Performance Ratio (PR). Dieser wird auch als Qualitätsfaktor bezeichnet. Neue Anlagen, die optimal auf dem Dach installiert und wenig verschmutzt sind, haben einen PR-Wert von 0,85. Das heißt, dass 85 Prozent des vom Generator erzeugten Stroms real zur Verfügung steht. Eine durchschnittliche Anlage mit kleineren Verlusten durch Verschattung hat einen PR-Wert von ca. 0,7.

Im Gegensatz zur hydrothermalen Geothermie kann die petrothermale Geothermie nicht auf natürlich vorhandenen Dampf oder Thermalwasser zurückgreifen. Die petrothermale Geothermie „sitzt auf dem Trockenen“ und nutzt die natürliche Wärme des heißen Gesteins in ca. 2.000 bis 6.000 Metern Tiefe. Mit hydraulischen und chemischen Stimulationsverfahren können Risse und Klüfte im Gestein erzeugt oder erweitert werden, in die dann per Injektionsbohrung unter hohem Druck Wasser eingepresst wird. Das Wasser erhitzt sich im heißen Gestein und wird über eine Förderbohrung mit einer Temperatur von ca. 90 bis 150°C wieder an die Erdoberfläche gepumpt. Dort kann es wie bei der hydrothermalen Geothermie genutzt werden: Das heiße Wasser gibt seine Wärme an einen schnell verdampfenden Wärmeträger ab. Der erzeugte Dampf treibt über einen separaten Kreislauf eine Turbine zur Stromerzeugung an. Auch der Anschluss eines Nahwärmenetzes ist möglich.

Pflanzenöl, zum Beispiel aus heimisch angebautem Raps, kann als Biokraftstoff dienen.

Photovoltaik-Zellen wandeln Licht direkt in Strom um. Die Umwandlung gelingt mit Hilfe von modernen Solarzellen. Diese bestehen aus zwei Siliziumschichten mit unterschiedlichen elektrischen Eigenschaften. Bei Sonneneinstrahlung entsteht am Übergang zwischen den Schichten ein elektrisches Feld, aus dem direkt Strom abgenommen werden kann.

bestehen aus einer Scheibe eines gegossenen Siliziumblockes. Beim Abkühlen des flüssigen Siliziums entstehen verschieden ausgerichtete, voneinander abgegrenzte Kristallkörner. Wirkungsgrad bis 14 %.

Problem bei Offshore-Gründungen: Porenwasserdruck entsteht, wenn ein wassergesättigter Boden schnell zyklisch belastet wird. Das durch die Bodenporen strömende Wasser gerät dabei zunehmend unter Druck, bis sich der Untergrund verflüssigt.

Der Begriff potenzieller Jahresenergieertrag ist üblich in der Windenergiebranche. Er gibt an, wie viel Strom alle am Ende eines Jahres in Deutschland installierten Windenergieanlagen produzieren würden, wenn sie unter durchschnittlichen Bedingungen ein Jahr lang Strom pro­duzierten. Er weicht insofern von der tatsächlichen Einspei­sung ab, da die meisten Neuanlagen erst im Laufe des Jah­res in Betrieb genommen werden und jährlich schwankende Windverhältnisse vorliegen.

Als Primärenergie bezeichnet man natürliche Energiequellen, die noch keiner Verarbeitung und Umwandlung unterworfen wurden. Primärenergie kommt in verschiedenen Formen vor, zum Beispiel als fossile Energie (Kohle, Erdöl oder Erdgas) oder erneuerbare Energie (Sonnenstrahlung, Wasserkraft, Windenergie, Biomasse u.a.).

Energiemenge, die zur Deckung des Endenergiebedarfs benötigt wird unter Berücksichtigung der zusätzlichen Energiemenge, die durch vorgelagerte Prozessketten außerhalb der Systemgrenze "Gebäude" bei der Gewinnung, Umwandlung und Verteilung der jeweils eingesetzten Brennstoffe entstehen. Die Primärenergie wird als Beurteilungsgröße für ökologische Kriterien wie z.B. die CO2-Emissionen herangezogen, da der gesamte Energieaufwand für die Gebäudebeheizung mit einbezogen wird.

Summe des Energiegehalts der für die inländische Versorgung eingesetzten Energieträger. Der Primärenergieverbrauch wird in der Regel in Petajoule (PJ), das heißt 1015 Joule, angegeben. In Deutschland lag der Primärenergieverbrauch im Jahr 2010 bei 14.057 Petajoule und damit ca. 5 % höher als 2009.

Die Primärreserve zählt neben Sekundär- und Minutenreserve zu den drei Arten von Regelleistung, die zur Stabilität der Netzfrequenz dient. Bei der Regelenergieleistung wird nach der Aktivierungs- und Änderungsgeschwindigkeit zur Strombereitstellung bzw. -verbrauch unterschieden. Die Primärreserve ist vorgehaltene Leistung, die innerhalb von 30 Sekunden und mindestens 15 Minuten lang verfügbar sein muss, um zum Beispiel bei ungeplanten Kraftwerksausfällen einzuspringen und Stromausfall zu verhindern.
Die Bereitstellung von Primärreserveleistung wird über das Verbundnetz der zentraleuropäischen Übertragungsnetzbetreiber (ENTSO-E: European Network of Transmission System Operators for Electricity) gesichert und automatisch aus regelfähigen Kraftwerken innerhalb des Verbundnetzes abgerufen. Bei allen Regelenergiearten gibt es positive und negative Reserveleistung, positiv bedeutet die Erhöhung der Einspeisung, negativ die Absenkung der eingespeisten Energie.

Umfang, in dem Unternehmen ein Produkt erzeugen können. Für die Produktionskapazität sind verschiedene Produktionsfaktoren wichtig. Dazu zählen Arbeitskräfte, Maschinen, das vorhandene Kapital und die Versorgung mit Rohstoffen. Die Erneuerbare Energien-Industrie in Deutschland hat ihre Produktionskapazitäten in den letzten Jahren rasant ausgebaut. Beispiele: Die Holzpelletproduktionskapazität stieg von knapp 300.000 Tonnen im Jahr 2005 auf etwa 1 Million Tonnen im Jahr 2007. Die Biodieselproduktionskapazitäten betrugen Ende 2007 rund 4,4 Millionen Tonnen, 2006 waren es noch 3,6 Millionen Tonnen. Im Bereich Solarstromtechnik haben sich die Produktionskapazitäten zwischen 2000 und 2007 verzehnfacht.

Vorhersage zukünftiger Entwicklungen auf Basis aktueller Fakten. Allseits bekannt sind Wetterprognosen. Prognosen sind mit bestimmten Eintrittswahrscheinlichkeiten verbunden. Mit der wachsenden Stromeinspeisung von dargebotsabhängigen Erzeugern (vor allem Wind- und Solarenergie) nimmt die Bedeutung von sowohl kurzfristigen als auch langfristigen Prognosen zu. Für den sicheren Netzbetrieb und eine effiziente Kraftwerkseinsatzplanung sind möglichst genaue Vorhersagen über die Einspeiseleistung aus Wind- und Solarstrom entscheidend. Die Zuverlässigkeit von Windleistungsvorhersagen und Solarprognosen wirkt sich auf den Bedarf an Regelenergie aus, die für die Netzstabilität bereitgestellt werden muss. Längerfristige Prognosen zum Beispiel zum künftigen Ausbau der Erneuerbaren Energien und dem zu erwartenden Energiebedarf sind wichtig für entsprechende energiewirtschaftliche Weichenstellungen und die Investitionsplanungen von Kraftwerks- und Netzbetreibern. Dabei sind Prognosen abzugrenzen von Szenarien, die unter bestimmten Rahmenbedingungen mögliche Entwicklungen skizzieren.

Während reine Speicherkraftwerke die in einem oder mehreren Speicherseen aufgestauten Wassermassen zur Stromerzeugung nutzen, werden Pumpspeicherkraftwerke zur Reservehaltung errichtet. Nach der Energieerzeugung wird das Wasser für die weitere Stromproduktion in den Speichersee zurückgepumpt. Die Pumpen werden meist mit günstigem oder überschüssigem Strom betrieben.

Folien aus Polyvinylbutyral werden wie EVA als Schmelzkleber für die Laminierung der Solarmodule verwendet. Neben der Solarindustrie nutzt es beispiels­weise die Automobilindustrie als Zwischenfolie im Glas von Windschutzscheiben. PVB ist sehr hitzebeständig, zunehmend wird es als Ersatz für Tedlar-Folien eingesetzt. Der Grund: Die gängige Tedlar-Folie enthält Blei. Polyvinylbutyral bietet eine bleifreie Alternative.

Die am deutschen Markt verfügbare höchste Pelletqualität stand bislang in einem Zeichen: DINplus. Das Gütezeichen DINplus der DINCertco kennzeichnete die Pellets für den Endverbraucher. Seit Sommer 2010 können Endverbraucher nun zwischen zwei Zeichen wählen: DINplus und/oder ENplus. Beide Gütezeichen basieren auf der neuen europäischen Norm für Holzpellets, die die bisherigen nationalen Normen für Holzpellets ablöst.
Diese Norm wird in Zukunft einheitlich für Europa drei Qualitätsklassen für Pellets bringen: A1, A2 und B. Pellets der Klasse A1 sind die beste Qualität und dienen vornehmlich dem Markt der Kleinfeuerungen (Hausbrand). Mit der Klasse B werden erstmals Industriepellets normativ erfasst. Für A2-Pellets ist beispielsweise ein etwas höherer Aschegehalt zugelassen als in der Klasse A1. Auf den Normvorgaben für die Klasse A1 basieren die beiden Gütezeichen DINplus und ENplus. ENplus kennzeichnet den Bezug dabei im Gütezeichen: ENplus-A1.

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