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Smart Living Days; Fribourg
07.10.2016 - 08.10.2016 Exchange Summit; Barcelona
10.10.2016 - 11.10.2016

Smart-Switzerland



Die rasant wachsende Schweizer ICT-Branche (Informations- und Kommunikationstechnologie) hat im Jahr 2009 eine Wertschöpfung von 26,7 Milliarden Franken erarbeitet und trägt 5,1 Prozent zur Schweizer Wertschöpfung bei. Somit ist die ICT-Branche der fünftgrösste Wirtschaftssektor der Schweiz. Signifikant grösser sind nur die Sektoren Grosshandel und Finanzdienstleister. Die wahre Bedeutung von ICT ist jedoch viel grösser: ICT ist eine Querschnittfunktion für alle Branchen und die öffentliche Verwaltung. Mehr als zwei Drittel der insgesamt 177 000 ICT-Beschäftigten sind in anderen Branchen, zum Beispiel bei Banken und Versicherungen, im Gross- und Detailhandel, in der Verwaltung oder in der Industrie tätig. Nur 54 000, das heisst knapp ein Drittel der ICT-Beschäftigten sind in der ICT-Branche selbst tätig. Der Bund erhebt vermehrt Daten zur ICT. Die Schweizer Wirtschaft begrüsst diese Entwicklung. Der Bund muss die Auswirkungen und das Potenzial der rasant wachsenden «digitalen Volkswirtschaft» in Zukunft noch genauer erfassen, vermehrt mit international vergleichbaren Kennzahlen dokumentieren und generell rascher aktuelle Daten bereitstellen. Die in dieser Neuauflage der «Digitalen Agenda 2.0» zusammengetragenen Forderungen der Schweizer Wirtschaft basieren auf der einleitend formulierten Vision «Smart Switzerland» sowie thematisch gegliederten Kapiteln, die sich teilweise an der Erstauflage von 2011 orientieren. Zusammengefasst ergeben sich daraus neun Kernforderungen:

Smart-Switzerland & IKT/ICT Schweiz

Energie: Die Potenziale der ICT müssen in der künftigen Energiepolitik besser ausgeschöpft werden. ICT ist ein zentraler Katalysator für die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle in der Stromversorgung. Zudem leisten ICT-Anwendungen und Smart Grids einen wichtigen Beitrag an Energieeffizienz und Nachhaltigkeit.

Gesundheit:
Auch im Gesundheitswesen kann ICT zu Effizienz- und Qualitätssteigerungen beitragen. Dies muss jedoch durch finanzielle Anreize gezielt gefördert werden, zum Beispiel mittels einer Prämienreduktion auf die Grundversicherung der Patienten, die ein elektronisches Patientendossier einsetzen.

Bildung:
ICT ist in zunehmendem Masse eine Grundlage für Lebensqualität, wirtschaftliche Prosperität und berufliches Fortkommen. Deshalb muss bei der Erarbeitung der Lehrpläne der Volksschule die Wichtigkeit der Informatik berücksichtigt werden. Im Gymnasium sollte Informatik als Grundlagenfach aufgenommen werden.

Basisinfrastrukturen: Die Schweiz hat eine sehr gute ICT-Basisinfrastruktur und ist international konkurrenzfähig. Handlungsbedarf besteht jedoch bei den Antennenbewilligungsverfahren, die angesichts der stark zunehmenden Bedeutung des mobilen Datenverkehrs zwingend vereinfacht werden müssen.

Mobilität: Der sich in Planung befindliche Ausbau des elektronischen Ticketings im öffentlichen Verkehr – Stichwort ÖV-Karte – hat das Potenzial, dank ICT zu einem verkehrsübergreifenden Mobility Pricing ausgebaut zu werden. So können alle Verkehrsträger effizienter und vernetzter eingesetzt werden und durch den gezielten Einsatz moderner Technologien sinkt der Ausbaubedarf.

Forschung und Innovation: Die Zusammenarbeit von Industrie und Hochschulen muss gestärkt werden, damit Forschung und Innovation rasch in unternehmerische Wertschöpfung umgewandelt werden können. Die Vermittlung von Kapital und Know-how durch «Smart Capital» ist ein wichtiger Katalysator zur Beschleunigung dieses Prozesses.

Regulierung und Datenschutz: Datensicherheit ist eine wesentliche Voraussetzung für den Erfolg von elektronischen Geschäftsmodellen. Das schwächste Glied in der digitalen Sicherheitskette ist oftmals der Benutzer selbst. Der sorgfältige Umgang mit digitalen Daten (Medienkompetenz) soll bereits in der Schule gelernt werden.

Public Services: Der digitale Austausch zwischen Firmen, Bürger und dem Staat funktioniert weiterhin schlecht. Zur besseren Bedürfnisorientierung muss die Wirtschaft deutlich stärker in der Umsetzung der nationalen eGovernment-Strategie einbezogen werden. Zudem müssen Bund und Kantone endlich eine klare Beschaffungsstrategie bei ICT-Projekten entwickeln (make or buy).

Digitale Identität: Über allen diesen Forderungen steht die Kernforderung nach einer hoheitlich vergebenen staatlichen Identität für alle Bürgerinnen und Bürger als Grundlage und Treiber für Fortschritte in den Bereichen eGovernment, eHealth und eCommerce.

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«Der Bund will Firmen unterstützen, die in der Schweiz investieren und Arbeitsplätze schaffen. Diese Firmen erhalten mit .swiss die Gelegenheit, sich im internationalen Wettbewerb optimal zu positionieren.» dot.swiss/medien/