06.02.2019

Ab 2025 sollen Erträge steigen

Schärfere Regulierungsbestimmungen, dezentrale Energieerzeugung und sinkende Nachfrage trüben seit Jahren die Stimmung im Stromnetzgeschäft. Energieversorger weltweit sehen die Branche in den nächsten Jahren weiterhin unter starkem Druck. Das ergibt die «Digitally Enabled Grid»-Studie von Accenture. Mittelfristig sehen die Befragten aber eine Trendwende. So erwarten 97 Prozent von ihnen, dass spätestens ab 2025 die Erträge im Netzgeschäft wieder steigen. Als Gründe führen sie höhere Effizienz durch schlankere Kerngeschäftsprozesse (54 %) und ein leistungsfähigeres Stromnetz dank intelligenter Netztechnologien (50 %) an.

Beim Aufschwung werden digitale Technologien und Künstliche Intelligenz (KI) eine entscheidende Rolle spielen. Fast alle Befragten zeigten sich überzeugt, dass KI bis 2025 routinemässig zur besseren Entscheidungsfindung in der Leitstelle oder bei der Netzplanung zum Einsatz kommt. Ausserdem eröffne die Digitalisierung auch den Spielraum für Investitionen in neue Geschäftsfelder, so die Studie weiter. Die grössten Wachstumschancen liegen demnach im Aufbau und Betrieb grosser dezentraler Energieerzeugungsanlagen (71 %), direkt ins Netz integrierte Zwischenspeicherlösungen (68 %) sowie von Ladeinfrastruktur für Elektroautos (65 %).
Quelle: "Digitally Enabled Grid"-Studie, Accenture


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