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04.03.2019

Digitalisierung als Treiber?

Wo steht die eidgenössische Strombranche, welche Herausforderungen bringt die geplante vollständige Marktöffnung mit sich und wie sieht es mit Gaskraftwerken aus? Mit diesen und anderen Themen ging es kürzlich heiss zu und her am 13. Schweizerischen Stromkongress in Bern. Michael Wider, Präsident des Verbandes Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE), eröffnete den Kongress mit einem Plädoyer für die Marktöffnung: "Genau wie unsere Nachbarn nach 20 Jahren Erfahrung wissen wir, dass ein frisch liberalisierter Strommarkt nicht alles regelt, was man sich von einem Markt geregelt wünscht." Die Schweiz sei jedoch nicht gut beraten, den teilliberalisierten, hybriden Markt beizubehalten. Er behindere die Transparenz, wirke als Bremser und nicht als Beschleuniger. Der Endkundenmarkt werde sich mit der neuen, dezentralen Stromwelt und der Digitalisierung sowieso in eine offene Welt bewegen, ob gesetzlich geregelt oder nicht.

Neben der Digitalisierung, von der sich Wider flexiblere und variablere Produkte verspricht, werde auch der Klimawandel im Fokus stehen. "Hier startet die Schweiz aus der ersten Reihe. Nur ganz wenige Staaten verfügen über einen ähnlich hohen Anteil CO2-freier Energieproduktion wie die Schweiz." Das sei eine vortreffliche Ausgangslage für Spagat-Übungen, wie beispielsweise das Klimaabkommen von Paris. Die Versorgungssicherheit hingegen werde nicht nur in der Schweiz, sondern auch in anderen europäischen Ländern kritisch beurteilt. Trotz dezentraler Stromproduktion bleiben die gesicherten grossen Strominfrastrukturen laut VSE-Präsidenten noch während mehrerer Jahrzehnte unentbehrlich. Wider erklärte ausserdem, dass der Verband gerne bereit sei, das Thema Stromabkommen – falls gewünscht – mit dem Bundesrat zu diskutieren.
Quelle: strom.ch


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